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Merkel im US-Kongress: Dank und Mahnung

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Merkel im US-Kongress: Dank und Mahnung

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Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat den Amerikanern für die Unterstützung bei der Überwindung der deutschen Teilung gedankt – in einer historischen – und teils sehr persönlichen Rede vor dem US-Kongress.

20 Jahre nach dem Mauerfall gelte es – politisch – neue Mauern einzureißen, so Merkel: “Heute muss unsere politische Generation zeigen, dass sie die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts meistert, dass sie gleichsam im übertragenen Sinne Mauern von heute einreißt. Was heißt das? Erstens, Frieden und Sicherheit schaffen, zweitens, Wohlstand und Gerechtigkeit erreichen, und drittens, unseren Planeten schützen.” Die Kanzlerin ging auf die drängendsten Aufgaben für die transatlantische Partnerschaft ein, auf den Atomkonflikt mit dem Iran, den Nahostkonflikt, und die Abrüstung. Merkel machte sich für eine weitere Öffnung der Weltmärkte stark und drängte die Amerikaner zu verbindlichen Zusagen beim Klimaschutz: “Wir brauchen eine Einigung auf der Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen. Wir brauchen eine Einigung auf ein Ziel: Die globale Erwärmung darf zwei Grad Celsius nicht überschreiten. Dafür brauchen wir die Bereitschaft aller Länder, international verbindliche Verpflichtungen übernehmen. Dass sie für Freiheit immer kämpfen werde, versprach Merkel zum Schluss ihrer Rede auf Englisch. Als letzter deutscher Kanzler hatte 1957 Konrad Adenauer vor beiden Häusern des US-Kongresses gesprochen.