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Noch mehr Steuergelder für britische Krisenbanken

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Noch mehr Steuergelder für britische Krisenbanken

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Die britische Regierung verordnet ihrenverstaatlichten Krisenbanken eine radikale Schrumpfkur und pumpt gleichzeitig weitere Steuermilliarden in die Sanierungsfälle. Die Royal Bank of Scotland und die Lloyds Banking Group müssen sich von weiten Teilen ihres Geschäfts trennen. Die EU hatte Wettbewerbsbedenken angemeldet.

Der Staat wird umgerechnet weitere 34,5 Milliarden Euro in die beiden Krisenbanken pumpen, wie Finanzminister Alistair Darling in London mitteilte. Sowohl Lloyds als auch die Royal Bank of Scotland würden nach der Schrumpfkur stärker sein, damit sie mehr Kredite vergeben könnten, so Darling. Ziel sei es, den Banken zu ermöglichen, dass sie ihren Verpflichtungen wieder nachkommen können. Die neuen Milliardenhilfen sind allerdings umstritten, weil der Job-Kahlschlag in der britischen Bankenlandschaft weitergeht. Nachdem RBS zu Wochenbeginn mitgeteilt hatte, weitere 3700 Stellen zu streichen, kündigte der Bankenriese HSBC den Abbau weiterer 1700 Jobs im Königreich an. HSBC ist allerdings noch ohne Einstieg des Staats durch die Krise gekommen.