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Verschärfte Kontrollen an Grenze zur Ukraine

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Verschärfte Kontrollen an Grenze zur Ukraine

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Rumänien hat am Montag an der EU-Außengrenze zur Ukraine die Gesundheitskontrollen verschärft, nachdem die ukrainischen Behörden vor einer Ausbreitung der sogenannten Schweinegrippe gewarnt haben. Grenzgänger werden auf Grippesymptome untersucht. Desinfektionsmittel wurden bereitgestellt. Besonders in der Westukraine habe sich die Lage zugespitzt. Dort sind nach Angaben des ukrainischen Gesundheitsministeriums 255 000 Menschen infiziert. Unklar ist, ob es tatsächlich nur um die Schweinegrippe geht.

Eine Delegation der Weltgesundheitsorganisation WHO berät mit der Regierung, wie der dort grassierenden Grippewelle Einhalt geboten werden kann. Ministerpräsidentin Julia Timoschenko nahm publikumswirksam eine Schweizer Medikamentenlieferung entgegen. Eine elfjährige Südtirolerin, die seit mehreren Tagen wegen einer H1N1-Erkrankung behandelt wurde, ist am Montagabend in Insbruck gestorben. Nach Angaben des italienischen Gesundheitsministeriums ist die Sterberate bei H1N1 in Italien zehnmals so hoch wie bei der saisonalen Grippe. In der Türkei begann am Montag die Impfkampagne gegen H1N1. Zunächst werden die Bediensteten im Gesundheitswesen und Mekka-Pilger geimpft. Für Schwangere sollen im Dezember 1 Million Dosen eines adjunvanzfreien Impfstoffs zur Verfügung gestellt werden.