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Ausschreitungen in Teheran

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Ausschreitungen in Teheran

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Wieder ist es in Teheran zu schwere Unruhen gekommen. Auch der frühere Parlamentspräsident Mehdi Karrubi ist von Ahmadinedschad-Anhängern angegriffen worden und mußte die Demonstration verlassen. Bei Protesten gegen Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad dem die Oppostion Wahlbetrug vorwirft, ist es in der Hauptstadt zu Straßenschlachten zwischen Oppositionellen und der Polizei gekommen. Diese setzten Tränengas und Schlagstöcke ein. Die Demonstranten riefen “Tod dem Diktator”. Mehrere Menschen sollen festgenommen worden sein.

Zu den Zusammenstößen kam es am Rande der offiziellen Feiern zum 30. Jahrestag der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran. In der Innenstadt beherrschten Sicherheitskräfe das Straßenbild. Zehntausende regierungsfreundliche Demonstranten waren anläßlich des Jahrestages auf die Straße gegangen. Denn am 4. November 1979 stürmten Anhänger des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Khomeini die US-Botschaft in Teheran und nahmen 66 Amerikaner in Geiselhaft. 14 wurden schnell wieder freigelassen, die anderen bleiben 444 Tage lang gefangen. Die Besetzung führte zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und dem Iran.