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Haftstrafen im Mailänder CIA-Prozess

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Haftstrafen im Mailänder CIA-Prozess

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Wegen der Verschleppung eines Imams hat ein italienisches Gericht 23 amerikanische Ex-Agenten zu Haftstrafen verurteilt. Sie sollen für fünf Jahre ins Gefängnis, der frühere CIA-Chef von Mailand sogar für acht Jahre.

Zwei italienische Ex-Agenten müssen für drei Jahre hinter Gitter – und wohl als einzige ihre Strafe absitzen: Die amerikanischen Angeklagten wurden in Abwesenheit verurteilt. Der Ägypter Abu Omar war im Februar 2003 in Mailand auf offener Straße gekidnappt und nach Ägypten gebracht worden. Dort wurde er nach eigenen Angaben gefoltert. Der Vorsteher einer Mailänder Moschee hatte in Italien Asyl genossen. Acht weitere Angeklagte wurden freigesprochen, auch weil die italienische Regierung Beweise nicht freigab. Es ist weltweit die erste Verurteilung im Zusammenhang mit der Verschleppung von Terrorverdächtigen durch die CIA.