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Der Trabbi als Ikone der Wiedervereinigung

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Der Trabbi als Ikone der Wiedervereinigung

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Auf gehts nach Westen: Erst der Trabant … und dann der Wartburg, so rollten sie durch das offene Tor in der Berliner Mauer vor zwanzig Jahren, – und das waren sie, die beiden Autos fürs Volk im Osten, in der DDR. Der eigentliche Volkswagen war natürlich der kleine, der Trabant. Für den Westen war er Sinnbild der ärmlichen Verhältnisse: Volkes Wagen im Westen, der Käfer des Wirtschaftswunders, war vergleichweise üppig ausgestattet, und er wurde zwar auch eine “Legende auf Rädern” – wie der Trabbi -, aber der Käfer war nicht einer von zweien im Angebot, sondern er wurde auf einem großen Automobilmarkt feilgeboten – neben vielen anderen Verlockungen.

Der Trabant wurde hergestellt am Stammsitz von Audi in Zwickau. Als Ikone der Wiedervereinigung kam das kleine Gefährt auch ins Kino: Mit Go Trabbi go.

Ein guterhaltenes früheres Modell gab es am 50.Jahrestag der Marke zu sehen. Und angesichts des grassierenden Retrostils soll der Trabant wiederauferstehen, natürlich nicht als stinkender Zweitakter, sondern als umweltfreundliches Elektroauto.

Liebhaber hat das auch das klassische Vehikel noch immer – und neue Liebhaber auch im Westen.

Verewigt wurde der Trabant bereits durch die Kunst – an der Berliner Mauer: Das Bild mit dem betonbrechenden Trabbi ist neben dem Bruderkuss von Breschnew und Honecker eines der Hauptwerke in der East Side Gallery der Mauerkunst.  

Die Berliner Mauer: de.euronews.net/1989-2009