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13 Tote nach Amoklauf auf Militärstützpunkt in den USA


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13 Tote nach Amoklauf auf Militärstützpunkt in den USA

Amerika steht unter Schock: 13 Tote und 30 Verletzte sind die Bilanz eines Amoklaufs auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas.

Der Militärpsychiater im Offiziersrang Nidal Malik Hasan hatte auf dem größten Militärstützpunkt der USA um sich geschossen. Er wurde mit Schüssen gestoppt und schwer verletzt verhaftet. Der Amerikaner palästinensischer Abstammung hatte Soldaten geholfen, ihre Erlebnisse aus dem Krieg im Irak oder in Afghanistan zu verarbeiten. Er sollte in wenige Wochen in den Irak versetzt werden. Armeesprecher Steven Braverman auf einer Pressekonferenz: “Was ich sagen kann, ist – wir hatten keine Probleme mit der Arbeitsleistung, hier im Darnell-Medizinzentrum.” Auf die Journalistenfrage: “Keine Probleme ?” Sagte Braverman: “Nicht hier.” Der 39-jährige Mann stand unter enormem Druck – das ergaben erste Untersuchungen nach dem Massenmord. Offenbar plagte ihn die Vorstellung, im Irak gegen Moslems kämpfen zu müssen. Familienmitglieder berichteten, Schikanen seiner Kollegen hätten ihm so heftig zugesetzt, dass er die Armee verlassen wollte. Im örtlichen Krankenhaus fanden sich Militärs ein, um für die Verletzten Blut zu spenden. US-Feldwebel Miguel Alamo: “Ich bin noch immer unter Schock, ich kann es einfach nicht wirklich fassen. Und das alles hier zu Hause. So etwas sollte es nicht geben.” Fort Hood ist der größte Stützpunkt der US-Armee. Mehr als 52.000 Soldaten und tausende Zivilisten leben auf dem Stützpunkt in Texas.

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