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Blutbad auf größtem US-Militärstützpunkt


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Blutbad auf größtem US-Militärstützpunkt

Ein Armeepsychiater hat auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas ein Blutbad angerichtet: Nach Armeeangaben starben 12 Menschen, und 31 wurden verletzt, als der Mann gegen halb zwei mittags das Feuer eröffnete. Er soll mit zwei Waffen, darunter eine halbautomatische, bewaffnet gewesen sein. Zuerst war von bis zu drei Tätern die Rede gewesen.

Der mutmaßliche Todesschütze, ein muslimischer US-Bürger, betreute als Psychiater auf dem Stützpunkt Soldaten, die nach Auslandseinsätzen schwer verletzt und traumatisiert zurückgekommen waren. Laut einem Angehörigen sollte er demnächst in den Irak entsendet werden, was ihn sehr belastet habe. US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Tat als erschreckenden Ausbruch der Gewalt: “Meine ersten Gedanken und Gebete gelten den Verletzten und den Hinterbliebenen der Gefallenen. Es ist schwierig genug, wenn wir diese tüchtigen Amerikaner bei Kämpfen im Ausland verlieren. Aber es ist erschreckend, dass sie auf einem Armee-Stützpunkt auf amerikanischem Boden unter Beschuss geraten.” Der Senat gedachte der Opfer mit einer Schweigeminute. Zuerst hatte es geheißen, dass auch der Todesschütze erschossen worden sei, später stellte die Armee klar, dass er nur verwundet wurde und sich im Krankenhaus befinde. Der Vorfall bestärkte in den USA die Gegner des Irak-und Afghanistaneinsatzes.

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