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Brown kritisiert Karsai scharf

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Brown kritisiert Karsai scharf

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Nach den jüngsten Morden an britischen Soldaten in Afghanistan kritisiert Premierminister Gordon Brown Präsident Hamid Karsai scharf. In einer Rede sagte Brown, das Leben britischer Bürger dürfe nicht mehr für eine Regierung gefährdet werden, die nichts gegen die Korruption tue.

Gleichzeitig versucht er aber auch, der zunehmenden Kriegsmüdigkeit im eigenen Land entgegen zu steuern: “Gemeinsam mit den Streitkräften müssen wir der britischen Bevölkerung Sicherheit garantieren – ganz gleich, wie schwierig das ist! Wir können nicht, dürfen nicht und werden nicht abziehen!” Doch genau das wünscht mittlerweile ein Großteil der Briten: 35 Prozent wollen einen sofortigen Truppenabzug aus Afghanistan, vor zwei Wochen waren es nur ein Viertel. Gerade einmal ein Fünftel möchte, dass die Truppen bleiben. Auch der Glaube an den Sinn des Krieges entschwindet den Briten zunehmend: 57 Prozent halten einen Sieg nicht mehr für möglich – zehn Prozent mehr als vor zwei Wochen. Mit den jüngsten Opfern sind seit Beginn des Einsatzes vor acht Jahren 230 Soldaten aus dem Königreich ums Leben gekommen – 92 davon allein in diesem Jahr. Somit ist 2009 schon jetzt das blutigste Jahr für die Armee seit dem Falkland-Krieg von 1982.