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Mit viel Polit-Prominenz und wenig Hoffnung zum Klimagipfel

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Mit viel Polit-Prominenz und wenig Hoffnung zum Klimagipfel

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Zum Weltklimagipfel in Kopenhagen haben sich inzwischen 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt angesagt. Auf der letzten Vorkonferenz in Barcelona hielten Demonstranten bereits nach ihnen Ausschau.

Vier Wochen vor dem wichtigen UN-Klimagipfel sind die Hoffnungen auf ein neues globales Klima-Abkommen allerdings alllgemein gering. Uneinigkeit besteht über verbindliche Reduktionsziele und die Lastenverteilung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Der schwedische Unterhändler Anders Turesson: “Kopenhagen wird sehr wichtig, was das Erreichen unseres Hauptziels angeht – die industrielle Zivilisation neu auszurichten und ganz neue Pfade für Entwicklungsländer aufzuzeigen.” In Kopenhagen soll ein Nachfolgevertrag für das im Jahr 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll gefunden werden. Die EU will sich dem Ziel verpflichten, ein Ansteigen der Durchschnittstemperatur auf maximal zwei Grad gegenüber Werten vor der Industrialisierung zu begrenzen. Konkretere Zahlen legte sie bisher nicht vor. Die USA liessen bisher offen, ob sie sich auf der Konferenz auf verbindliche Aussagen zur Begrenzung ihrer Emissionen festlegen. Harsche Kritik kam von Umwelt- und Klimaschützern. Greenpeace-Aktivisten prangerten in Barcelona mit riesigen Transparenten an der Statue von Christopher Kolumbus vor allem mangelndes Engagement der USA für den Klimaschutz an. Die Gruppe “Global Humanitarian Forum” will bis zum Beginn der Konferenz Anfang Dezember die längste Online-Petition aller Zeiten auf die Beine bringen. Wie ? Mithilfe eines eigenen Klima-Videos. Der Songschreiber ist heute übrigens australischer Umweltminister.