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Regierungskrise in Honduras

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Regierungskrise in Honduras

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Honduras Übergangsregierung ist zurückgetreten. Tausende Menschen demonstrierten in der Hauptstadt Tegucigalpa für den gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya. Sie wurden von starken Sicherheitskräften bewacht. Durch den Rücktritt der Regierung soll der Weg für die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit freigemacht werden. Die Demonstranten geben vor allem den USA die Schuld am Sturz von Zelaya. Rafael Alegria sagte: “Die anderen Länder und die USA machen nichts. Bleibt dies so, betrachten wir sie als Teil des Problems.”

Nach Auffassung der zurückgetreten Regierung von Roberto Micheletti, soll die Regierung der nationalen Einheit ohne Rücksicht darauf gebildet werden, ob ex-Präsident Zelaya ins Präsidentenamt zurückkehrt oder nicht. Diese Entscheidung will Micheletti allein dem Kongress überlassen. Präsident Manuel Zelaya war am 28. Juni gestürzt worden. Er wurde ausser Landes gebracht. Seitdem befindet sich das südamerikanische Land in einer Staatskrise. Ende September war Zelaya überraschend nach Honduras zurückgekehrt, wo er in der brasilianischen Botschaft Unterschlupf fand. Er will wieder Präsident von Honduras sein, erklärte er.