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Soziale und wirtschaftliche Probleme der Afghanen

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Soziale und wirtschaftliche Probleme der Afghanen

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Immer noch leben afghnaische Flüchtlinge in Massen im benachbarten Pakistan. Hier auf dem Markt von Peschawar sind die meisten Händler Afghanen. Das Hochkommissariat für Flüchtlinge der vereinten Nationen spricht von 1,7 Millionen afghanischen Flüchtlingen in Pakistan, von denen 45 Prozent auch das Wahlrecht haben.

Vielen haben davon aber keinen Gebrauch gemacht, weil sie nicht glauben, dass die Wahlen sie ihrem Wunsch nach Frieden näherbringen – wie dieser Mann sagt. Sie brauchen Frieden, um heimkehren zu können. Aber die Leute, die zur Wahl standen, bieten nach seiner Meinung keine Gewähr dafür. Also bleiben in Pakistan und anderen Nachbarländern insgesamt drei Millionen afghanische Flüchtlinge – die abwarten. 5 Millionen sind seit 2001 heimgekehrt . Aber die Lage bleibt unsicher. Allein im ersten Halbjahr 2009 wurden in Afghanistan mehr als tausend Zivilisten getötet. Rot auf der Karte – die unsichersten Gebiete, in denen ein Drittel der Bevölkerung lebt. Hier in der Provinz Helmand bewachen Soldaten der internationalen Schutztruppe eine Schule. Das ist nötig, weil die Taliban Schulen angreifen. Es gibt Fortschritte in Afghanistan. Zehntausend Gesundheitshelfer wurden seit 2001 ausgebildet. Die Kindersterblichkeit ist um ein Viertel gesunken. Mehr als vier Millionen Kinder gehen zur Schule. Aber die durchschnittliche Lebenserwartung ist mit 44 Jahren immer noch extrem niedrig. Gesunkene Kindersterblichkeit heisst – es stirbt immer noch knapp ein Viertel der Neugeborenen . Und nur 35 Prozent der Schulkinder sind Mädchen. Auf die Mädchenschulen haben es die Taliban besonders abgesehen. Um so mehr Schutz und Hilfe brauchen diese Kinder, damit auch ihre Träume wahr werden. Wie jener der zehnjährigen Foziya. Sie möchte Ärztin werden.