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Abbas soll bleiben

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Mehrere tausend Palästinenser haben am Sonntag in Hebron für einen Verbleib von Palästinenserpräsident Abbas im Amt demonstriert. Die Menschen säumten die Straßen, als Abbas zur Einweihung eines Kulturzentrums in Hebron eintraf. In Sprechchören forderten sie Abbas zu einer erneuten Kandidatur auf. Der Palästinenserpräsident hatte angekündigt, bei den Präsidentschaftswahlen im Januar nicht wieder zu kandidieren.

Das palästinensische Fernsehn übertrug die Szenen live. Seit der Ankündigung des Rückzugs von Abbas strahlt der Sender Beiträge aus, in denen Abbas gefeiert wird. Der Abbas-Vertraute Saeb Erekat trat am Sonntag Vermutungen entgegen, es handele sich bei dem angekündigten Rückzug um einen taktischen Schritt von Abbas, um die USA zu bewegen, Druck auf Israel in der Siedlungsfrage auszuüben. Auch der israelische Staatspräsident Schimon Peres rief Abbas auf, seinen Schritt zu überdenken. Vor rund 100 000 Menschen appellierte Peres auf einer Kundgebung zum 14. Jahrestag der Ermordung von Izchak Rabin am Samstagabend in Tel Aviv an Abbas, für die Fortsetzung des Friedensprozesses zu arbeiten.