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Bashir nicht in Istanbul

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In Istanbul hat am Montag der Wirtschaftsgipfel der Konferenz Islamischer Staaten begonnen. Staats- und Regierungschefs der meisten der 57 Mitgliedsstaaten beraten über eine verbesserte wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Islamischen Welt. Auch der im Westen umstrittene iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad nimmt an dem Treffen teil. Ahmadinedschad regte für den Handel in der Islamischen Welt die Schaffung eines Währungskorbes an, damit könne man die internationale Finanzkrise besser bewältigen.

Im Gegensatz zu Ahmadinedschad ist der umstrittene sudanesische Staatspräsident Omar Bashir nicht nach Istanbul gekommen. Wie die sudanesische Nachrichtenagentur Suna berichtet, hat Bashir die Reise verschoben, um in Khartum an Verhandlungen über ein neues Wahlgesetz teilzunehmen. Die Europäische Union hatte Druck auf die Türkei ausgeübt, um eine Teilnahme Bashirs zu verhindern. Gegen den sudanesischen Präsidenten liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofes wegen Völkermordes in Darfur vor. Die Türkei hat das Gerichtsstatut allerdings nicht unterzeichnet.