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Belgier wollen Regierungschef Van Rompuy nicht als EU-Ratspräsidenten

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Belgier wollen Regierungschef Van Rompuy nicht als EU-Ratspräsidenten

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In Brüssel und nicht nur dort zirkuliert der Name des belgischen Regierungschefs Herman Van Rompuy als neuer ständiger Präsident der Europäischen Union. Die Belgier selbst aber scheinen nicht sehr glücklich zu sein darüber. “Ich denke, dass Belgien dabei ein schlechtes Geschäft machen würde, denn er hat seine Kompetenzen in der Regierung bewiesen”, so eine Passantin. “Er ist nicht zu ersetzen, er hat Flamen und Wallonen miteinander versöhnt.”“Es wäre schade, würde Van Rompuy das Amt des EU-Präsidenten übernehmen”, meint ein dieser Mann. Für Belgien würde das politische Instabilität bedeuten. Es wäre gut für Europa und schlecht für Belgien.” Und ein Dritter sagt: “Er liebt den Frieden, Krieg ist nicht seine Sache, folglich versucht er, alle zufrieden zu stellen, was nicht schlecht ist.”

Der flämische Christdemokrat, der seit einem knappen Jahr regiert, habe sich als Mann des Ausgleichs im Sprachenstreit profiliert, sagen seine Befürworter. Sie fürchten um die politische Stabilität Belgiens. Der frühere belgische Außenminister Louis Michel aber hat solche Befürchtungen nicht: “Aber nein, ein Verlust wäre das nicht. Wenn ein Belgier Präsident, erster Präsident des Europäischen Rates werden soll, ist das nicht ein Verlust, sondern ein Gewinn für Belgien, das ist eher gut.” Der britische Außenminister David Miliband ist unterdessen einer der Kandidaten für das Amt des künftigen EU-Außenministers. Dieser soll als Gegengewicht zum Rats-Chef und zum Kommissionspräsidenten, die von den Konservativen beansprucht werden, von den Sozialisten kommen. Auch der frühere Regierungschef Italiens, Massimo D’Alema ist im Gespräch. Weil D’Alema früher Kommunist war, sind die neuen Migliedsstaaten gegen ihn.