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Jeder sechste EU-Bürger fühlt sich benachteiligt

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Jeder sechste EU-Bürger fühlt sich benachteiligt

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Jeder sechste Bürger in der Europäischen Union fühlt sich diskriminiert. In Deutschland beispielsweise gaben 13 Prozent der Bürger an, im vergangenen Jahr diskriminiert worden zu sein. Dies geht aus einer Umfage im Auftrag der Europäischen Kommission hervor. Befragt wurden rund 27.000 Bürger der EU. 61 Prozent der Bürger meinten, es gebe eine weit verbreitete Diskriminierung wegen ethnischer Zugehörigkeit. 58 Prozent halten die Diskriminierung aus Altersgründen für weit verbreitet. Ältere Menschen würden vor allem auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Im vergangenen Jahr waren es nur 42 Prozent. 53 Prozent der Befragten waren der Meinung, Behinderte würden diskriminiert. Seit dem Jahr 2000 ist Diskriminierung in der Europäischen Union verboten. “Im Kontext der Wirtschaftskrise wird deutlich, dass die Befragten davor Angst haben, dass die Benachteiligung aus Altersgründen zunimmt”, so eine Sprecherin in Brüssel. “Doch man muss auch an die jungen Menschen denken, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, weil sie nicht einmal ei Vorstellungsgespräch bekommen.”

In der Umfrage ging es um die wahrgenommene Diskriminierung. Verlässliche Zahlen über das tatsächliche Ausmaß von Diskriminierung gibt es nicht. In manchen Mitgliedsstaaten existieren nicht einmal Statistiken über die Größe der ethnischen Minderheiten.