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Vitaly Ginzburg ist tot

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Vitaly Ginzburg ist tot

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In Moskau ist nach langer Krankheit der Physiker Vitaly Ginzburg im Alter von 93 Jahren gestorben. Ginzburg erhielt 2003 für seine Grundlagenforschung über Supraleiter zusammen mit Anthony Leggett und Alexei Abrikosow den Nobelpreis für Physik. Seine Karriere als Wissenschaftler endete fast im Jahr 1944, als seine damalige Ehefrau wegen eines angeblich geplanten Mordanschlags auf Stalin interniert und erst 1945 unter starken Auflagen wieder freigelassen wurde. Später arbeitete Ginzburg mit dem späteren bekannten Dissidenten Andrei Sacharow an der Entwicklung der sowjetischen Wasserstoffbombe. Sein Schicksal wendete sich jedoch erst nach dem Tod Stalins, als er Mitglied der Akademie der Wissenschaft wurde und seine Frau aus dem Exil in Gorki nach Moskau zurückkehren konnte.