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Angst vor Kindesentführungen im Irak

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Angst vor Kindesentführungen im Irak

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Im Irak wächst die Sorge um die Sicherheit der Kinder – nicht nur wegen der Terroranschläge im Land, sondern wegen der hohen Zahl von Entführungen. Besonders gefährlich ist für die kleinen Iraker der Weg zur Schule. Den Kidnappern geht es fast immer um Geld. Diese Familie zahlte ein Lösegeld, ihr Sohn wurde dennoch ermordet.

Ein unschuldiges Kind sei er gewesen, klagt die Mutter. Auf dem Weg zu seinem Großvater sei der Knabe fortgelockt worden mit dem Versprechen, er werde ein schönes Fahrrad erhalten. Dann sei er brutal getötet worden. Ein leitender Beamter im irakischen Ministerium für Menschenrechte sagt, die Verbrecherbanden hätten keine politischen Ziele, diese Leute seien einfach nur Verbrecher, einige hätten vorher Terrorbanden angehört, die zerschlagen worden seien. Daraufhin hätten sie sich dem organisierten Verbrechen zugewandt. Auch andere Verbrechen wie Bankraub und Einbrüche machen Irakern Angst, jedenfalls denen, die etwas zu verlieren haben. Doch ob die Zahl der Delikte tatsächlich zunimmt, ist schwer zu sagen in einem Land ohne verlässliche Statistik.