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"Fest der Freiheit" in Berlin

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"Fest der Freiheit" in Berlin

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Zehntausende Menschen und Staatsgäste aus 30 Ländern haben das “Fest der Freiheit” am Brandenburger Tor in Berlin miterlebt. Sie feierten den Fall der Mauer vor 20 Jahren als Zeitenwende in der Weltpolitik und Verpflichtung für die Zukunft. Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte den Nachbarn in Mittel- und Osteuropa, aber auch den USA, Frankreich und Großbritannien. Sie erinnerte auch an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 und sprach vom “dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte”. Symbolisch durchschritt sie zusammen mit den Staats- und Regierungschefs das Brandenburger Tor. Merkel sprach vom Mauerfall als einer “Verpflichtung für das 21. Jahrhundert”. Freiheit entstehe nicht von selbst. Freiheit müsse erkämpft und immer wieder als das höchste Gut der politischen und gesellschaftlichen Ordnung verteidigt werden, sagte Merkel. Das Orchester der Staatsoper Berlin spielte unter der Leitung von Daniel Barenboim Musik von Richard Wagner, Arnold Schönberg und Ludwig van Beethoven. Einer der Höhepunkte der Feiern war der Fall einer symbolischen Mauer aus rund 1000 riesigen Dominosteinen. Die ersten Steine der eineinhalb Kilometer langen Dominokette stießen der Mitbegründer der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc und frühere Staatspräsident Lech Walesa und der frühere ungarische Ministerpräsident Miklos Nemeth um. Damit wurde ihre Rolle bei der Maueröffnung gewürdigt.