Eilmeldung

Eilmeldung

Staatschefs erinnern an Mauerzeiten und hoffen auf Frieden

Sie lesen gerade:

Staatschefs erinnern an Mauerzeiten und hoffen auf Frieden

Staatschefs erinnern an Mauerzeiten und hoffen auf Frieden
Schriftgrösse Aa Aa

Kinder laufen durch das Brandenburger Tor – 28 Jahre lang ein Ding der Unmöglichkeit.

Eine Bundeskanzlerin aus Ostdeutschland wandert mit Staatschefs der Allierten des Zweiten Weltkriegs durch das Brandenburger Tor – im Kalten Krieg unvorstellbar. Da zeigte beim Fest zum Mauerfall selbst die Naturwissenschaftlerin Angela Merkel Gefühle: “Es öffnete sich das Tor zur Freiheit und eine scheinbar unüberwindbare Grenze, die ein Volk und einen Kontinent geteilt hatte – sie war plötzlich durchlässig geworden. Für mich war es einer der glücklichsten Momente meines Lebens.” Russlands Präsident Dimitri Medwedew erinnerte die zahlreich angereisten Kollegen bei allem Pathos diskret daran, dass auch Russen Europäer sind. Und dass mit dem Kalten Krieg beileibe nicht alle Probleme verschwunden sind. Medwedew: “Heute steht der Übergang zu einer neuen, multipolaren Welt an. Die Wiedervereinigung ist sehr wichtig, weil die Welt alarmierenden Bedrohungen ausgesetzt ist: wirtschaftlich und in einigen Konfliktregionen.” Mehrere Redner forderten dazu auf, die Freiheits-Euphorie mit gleicher Energie in eine Umwelt-Euphorie umzumünzen. Und von Barack Obama brachte seine Ministerin Hillary Clinton ein Grussvideo mit. Der Tenor des US-Präsidenten: “Die Freiheit ist eine Dauerbaustelle”