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Chemiekartell: Ciba muss zahlen

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Chemiekartell: Ciba muss zahlen

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Wegen Verstößen gegen das Kartellrecht hat die EU-Kommission hohe Geldstrafen gegen zehn internationale Chemiekonzerne verhängt, insgesamt 173 Millionen Euro Bußgeld.

Die Unternehmen hatten über Jahre hinweg Preise für Zusatzstoffe für Plastikprodukte abgesprochen. Die Schweizer Ciba, eine Tochter des deutschen BASF-Konzerns, soll die höchste Strafe von fast 70 Millionen Euro in die EU-Kasse zahlen. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erklärte, die Unternehmen hätten die Preise gemeinsam festgelegt, die Märkte untereinander aufgeteilt und sensible Geschäftsinformationen ausgetauscht. Bereits im Februar 2003 hatte die Kommission die Ermittlungen begonnen, doch das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben: BASF kündigte an, gegen die EU-Kartellstrafe für ihre Tochter Ciba vorzugehen. Die BASF-Aktie zeigte sich von der Millionenstrafe unbeeindruckt.