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Merkel und Sarkozy: Gedenken an 1918

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Merkel und Sarkozy: Gedenken an 1918

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Deutschland und Frankreich haben gemeinsam des Endes des Ersten Weltkriegs vor 91 Jahren gedacht. Erstmals reiste auf Einladung des französischen Präsidenten ein deutscher Regierungschef nach Paris.

Am Grab des Unbekannten Soldaten unter dem Triumphbogen legten Angela Merkel und Nicolas Sarkozy einen Kranz nieder und ließen gemeinsam die ewige Flamme auflodern. Sarkozy dankte Merkel für ihr Kommen, das vielen Franzosen sehr viel bedeute. Der 11.11. ist bis heute in Frankreich ein Feiertag. “Die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich ist ein Schatz. Unseren Vorfahren, die so viel gelitten haben, sind wir es schuldig, diesen Schatz zu bewahren und dafür zu sorgen, dass er Früchte trägt. Das sind wir auch den Völkern Europas und allen Völkern der Erde schuldig. Wenn Deutschland und Frankreich gemeinsam Vorschläge machen und handeln, können sie gemeinsam Großes erreichen”, sagte Sarkozy. Die deutsche Kanzlerin schlug eine rhetorische Brücke zum Mauerfall-Jubiläum vor zwei Tagen. Die deutsch-französische Aussöhnung sei eine “Gnade der Geschichte”, so Merkel: “Beide Gedenktage, der des Endes des Ersten Weltkrieges und der des Falls der Berliner Mauer, beide mahnen uns, sie mahnen uns, stets für die unschätzbaren Güter ‘Frieden’ und ‘Freiheit’ einzutreten.” Vor elf Jahren noch hatte der damalige Kanzler Gerhard Schröder die Pariser Einladung für den 11.11. ausgeschlagen.