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Palästinenser gedenken Tod Arafats

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Palästinenser gedenken Tod Arafats

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Die letzten drei Jahre seines Lebens verbrachte er praktisch unter Hausarrest in seinem weitgehend zerstörten Amtssitz, der Mukata in Ramallah. Heute gedachten dort Zehntausende Palästinenser seines fünften Todestages: Am 11. November 2004 starb mit Jassir Arafat eine Legende des palästinensischen Widerstands. Das Vakuum, das der Tod Arafats hinterließ, konnte sein Nachfolger, Mahmud Abbas, nie ausfüllen, jetzt hat er das Handtuch geworfen. Bei den Wahlen im Januar will der 74-Jährige nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren.

Heute begründete er das vor allem mit der Haltung Israels gegenüber dem Friedensprozess. Abbas forderte die im Gazastreifen regierende, islamistische Hamas zur Aussöhnung auf. Die Einheit sei wichtig für das palästinensische Volk, man werde die anderen nicht abschreiben.

Abbas erklärte, seine Forderung nach einem vollständigen israelischen Siedlungsstopp in den besetzten Gebieten sei “keine Bedingung” für neue Gespräche, sondern ein “legitimes Recht” der Palästinenser. Die Demonstranten forderten Abbas auf, bei den Wahlen im Januar erneut zu kandidieren.