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Brown will Zuwanderung begrenzen

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Brown will Zuwanderung begrenzen

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Großbritannien verschärft die Einwanderungsbestimmungen. Das hat Premierminister Gordon Brown angekündigt – und damit Forderungen der Konservativen Opposition, aber auch seiner Stammwähler nachgegeben. Spätestens im kommenden Juni wird neu gewählt. Und der Labour-Chef will das Thema nicht dem politischen Rand überlassen.

“Wir wollen ein strenges, aber faires Verfahren”, so Brown, “basierend auf einem Punktesystem, auf dessen Grundlage wir entscheiden, welche Fähigkeiten wir ins Land lassen. Dies vereint Flexibilität und Kontrolle mit andauernder Verpflichtung zu sicheren Grenzen und dem rigorosen Anwenden der Gesetze gegen illegale Einwanderung.” Statt Immigration will die Regierung künftig auf Qualifikation setzen. Die Visavergabe für ausländische Studenten soll strenger werden. Die konservativen Tories haben gute Chancen, Labour abzulösen – und fordern mehr: “Browns Rede ist völlig überbewertet. Es wurde keine neue Politik angekündigt. Und was ich von Brown gerne gehört hätte, wäre eine Art Entschuldigung für zwölf Jahre ganz falscher Einwanderungspolitik. Viele Jahre lang lag der Nettozuzug bei 200.000 pro Jahr”, sagte der Tory-Beauftragte für Einwanderungsfragen, Damian Green. Die Proteste britischer Arbeiter für britische Jobs, jetzt hat sie Brown offenbar erhört. Doch die richteten sich gegen Zuwanderer aus der EU. Und die kann Großbritannien nicht begrenzen. Mit der Wirtschaftskrise steigen die Sorgen der Briten – das Problem aber entschärft sich etwas: Immer mehr fremde Arbeiter kehren wieder heim.