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Brown will Zuwanderung erschweren

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Brown will Zuwanderung erschweren

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Großbritannien verschärft seine Einwanderungsbestimmungen. Das hat Premierminister Gordon Brown angekündigt. Die Proteste britischer Arbeiter für britische Jobs, jetzt hat sie Brown offenbar erhört.

Der Labour-Chef fürchtet, dass sich die Wut der Stammwähler im Stimmen für rechtsgerichtete Parteien entlädt. Spätestens in einem halben Jahr wird gewählt. Und Labour braucht jede Stimme. “Einwanderung ist nicht nur ein Thema für Parteien am politischen Rand, noch ein Tabu”, so Brown. “Es ist eine Frage, die im Zentrum der Politik stehen muss: Was heißt es, Britisch zu sein? Welche Werte sind uns teuer? Was erwarten wir von denjenigen, die in unser Land kommen? Und wie stellen wir sicher, dass wir über die Fachkenntnisse verfügen, die wir im globalen Wettbewerb brauchen?” Die Regierung will das Punktesystem verschärfen, das über die Arbeitserlaubnis entscheidet. Statt Immigration will die Regierung verstärkt auf Qualifikation setzen. Vor allem im Gesundheitswesen mangelt es Fachkräften. Binnen 10 Jahren verdoppelte sich die Zahl der Nicht-EU-Arbeiter in Großbritannien. Der Zuzug innerhalb der EU überstieg die Erwartungen, vor allem aus Osteuropa. Doch mit der Wirtschaftskrise entspannt sich das Problem etwas: Statistiken zufolge kamen zuletzt immer weniger fremde Arbeiter ins Königreich, immer mehr gehen in ihre Herkunftsländer zurück.