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Kandidatinnen für EU-Spietzenjobs

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Kandidatinnen für EU-Spietzenjobs

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Wenn es um die künftigen EU-Spitzenjobs geht, ist vor allem von Männern die Rede. Doch wie steht es um mögliche Kandidatinnen? Für das Amt der ersten ständigen Präsidentin des Europäischen Rats würde sich die frühere Präsidentin Lettlands, Vaira Vike-Freiberga bestens eignen, so die frühere Präsidentin des Europaparlaments, Simone Veil. Die heute 72-jährige Politikerin erscheint unter anderem auf der Webseite der Robert-Schumann-Stiftung. Ein Experte vom Zentrum für Europäische Studien lobt das Verhandlungsgeschick der zweimaligen Präsidentin Lettlands in den höchsten Tönen. Auch genieße sie in der ganzen Union großen Respekt. Und sie wolle eine internationale Karriere machen.

Auch für das Amt des künftigen Außenministers der EU gibt es Kandidatinnen. Eine davon ist Ursula Plassnik, die frühere Außenministerin Österreichs. Eine weitere Kandidatin wäre die Griechin Anna Diamantopoulou. Die derzeitige Bildungsministerin war bis 2004 Kommissarin für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit in der Kommission Prodi. Bei der europäischen Frauenlobby macht man sich jedenfalls dafür stark, dass Frauen in Spitzenjobs besser vertreten sind. Wenn in anderen Bereichen mehr als die Hälfte der Bevölkerung nur zu 20, 30 oder auch nur drei Prozent in bestimmten Jobs vertreten sei, dann tue man etwas dagegen. Warum nicht auch dann, wenn es um Frauen gehe? Von den insgesamt 26 Mitgliedern der Europäischen Kommission sind acht Frauen.