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Mehr Soldaten für Afghanistan?

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Mehr Soldaten für Afghanistan?

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Der US-Botschafter in Kabul, Karl Eikenberry, hat vor der Entsendung zusätzlicher US-Soldaten nach Afghanistan gewarnt. Medienberichten zufolge sollten zunächst Fortschritte der afghanischen Regierung im Kampf gegen Korruption und Missmanagement abgewartet werden. Damit stellte sich Eikenberry, der frühere Oberkommandierende der US-Truppen in Afghanistan, klar gegen Einschätzungen seines Nachfolgers, General Stanley McChrystal. Dieser hatte die Entsendung von zusätzlichen 40.000 US-Soldaten an den Hindukusch vorgeschlagen. Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg machte bei seinem ersten Besuch in Afghanistan klar, dass die Bundesregierung ihr weiteres Engagement im Land von Fortschritten der Regierung von Präsident Hamid Karsai abhängig macht. Auch er habe die Korruption und die Regierungsführung angesprochen, sagte Guttenberg nach einem Treffen mit Karsai. In London sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen, die NATO müsse räfte und Mittel nach Afghanistan schicken, um die Ausbildung der afghanischen Soldaten und Polizisten zu stärken. Außerdem müsse der Vertrag zwischen Karsai und der internationalen Gemeinschaft erneuert werden, um eine gute Regierungsführung zu gewährleisten. US-Präsident Barack Obama berät zur Zeit mit seinen engsten Sicherheitsberatern über eine mögliche Truppenaufstockung in Afghanistan. Derzeit sind dort rund 100.000 ausländische Soldaten stationiert, davon 68.000 Amerikaner.