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Russland warnt vor neuem Erdgaskonflikt

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Russland warnt vor neuem Erdgaskonflikt

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Pünktlich zum bevorstehenden Winter scheint erneut ein Erdgasstreit zwischen Russland und der Ukraine möglich – der auch wieder die Länder der EU treffen könnte, deren Gas durch die Ukraine fließt.

So war es schon letzten Winter, als beide sich nicht über den Preis für das Gas einigen konnten und Russland kurzerhand den Hahn zudrehte. Für den russischen Regierungschef Wladimir Putin liegen die Dinge klar: Wenn die Ukraine zahle, bekomme sie ihr Erdgas. Wenn sie nicht bezahle, bekomme sie nichts. Wenn sie dann die Transitleitungen anzapfe, werde Russland die Lieferung sofort herunterfahren. Dabei hat die Ukraine nach der Einigung vom Jahresbeginn bisher immer pünktlich gezahlt. Russland sieht aber mögliche Probleme durch den Wahlkampf und innenpolitische Auseinandersetzungen vor der Präsidentenwahl Mitte Januar. Die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko verspricht jedoch, man werde die Durchleitungsverpflichtungen gegenüber der EU unter allen Umständen einhalten. Das gelte auch für die Verträge mit Russland: Alles Erdgas, das die Ukraine verbrauche, werde die Ukraine auch bezahlen. Der Erdgasstreit mitten im letzten Winter traf die EU schwer: Im Schnitt bezieht sie ein Fünftel ihres Erdgases über die Ukraine aus Russland. Dieser Anteil schwankt innerhalb der Union aber beträchtlich: Manche Länder, vor allem im Südosten, sind von Russland fast vollständig abhängig.