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Spanien will See-Blockade gegen somalische Häfen

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Spanien will See-Blockade gegen somalische Häfen

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Spanien will der Europäischen Union vorschlagen, im Rahmen der EU-Militäraktion zur Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika eine Seeblockade gegen die somalischen Häfen zu verhängen, die den Piraten als Aususgangspunkt dienen. Die spanische Verteidigungsministerin Carme Chacón forderte außerdem gegen die Lösegeldzahlungen an die Piraten vorzugehen. Chacón kritisierte besonders die Rolle, die dabei britische Anwaltskanzleien spielen.

“Die Völkergemeinschaft muß den Geldfluß der Piraten ermitteln und abschneiden. Nicht nur die Lösegeldzahlungen, sondern auch die Zahlungen einiger europäischer Anwaltskanzleien”, sagte Chacón dem spanischen Rundfunksender RNE. Die Piraten weichen den Patroullien der EU-Flotte immer weiter aus. Am Dienstag kaperten sie den unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrenden griechischen Frachter “MV Filitsa” rund 750 Kilometer nordöstlich der Seychellen, mehr als 1800 Kilometer von der somalischen Küste entfernt. Zusammen mit dem Angriff auf einen Öltanker aus Hong-Kong ist das die am weitesten von Somalia entfernte Aktion der Piraten gewesen. Gegenwärtig haben die Piraten midestens dreizehn Schiffe in ihrer Gewalt. Mehr als 230 Menschen sind ihre Geiseln.