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BA und Iberia wollen fusionieren

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BA und Iberia wollen fusionieren

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British Airways und Iberia wollen gemeinsam zu neuen Höhen fliegen. Die Vorstände beider Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung über eine Fusion. Die neue Gesellschaft rückt Europas Branchenriesen Lufthansa und AirFrance-KLM deutlich näher.

Die Fusions-Gesellschaft TopCo soll pro Jahr mehr als 61 Millionen Passagiere befördern und rund 60,300 Angestellte haben. Neue Stellenstreichungen soll es nicht geben. Allerdings bauen die Airlines gerade tausende Jobs ab. 16 Monate hatten die Spanier und die Briten verhandelt, bis Ende 2010 soll die Fusion abgeschlossen sein. Allerdings behält sich Iberia vor, auszusteigen, falls BA das Milliardenloch in seinem Pensionsfonds nicht in den Griff bekommt. An TopCo werden die BA-Aktionäre 55, die von Iberia 45 Prozent halten. Luftfahrtexperte Howard Weeldon gibt dem spanisch-britischen Riesen-Schwarm gute Chancen: “Das kann eine starke Airline werden, mit großem Ertrags- und Einsparpotential, wenn sie ihre Karten richtig ausspielt, guten Service bietet und den Kunden gibt, was sie wollen.” 400 Millionen Euro will die neue Gesellschaft jährlich einsparen. Geschäftssitz wird Madrid, das Hauptquartier in London sein. Marken, Lizenzen und Codes sollen fünf Jahre nebeneinander stehen. Die Börsen goutierten den Durchbruch: Trotz angekündigter Verluste legten die Aktien beider Airlines am Morgen zunächst zu.