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Iberia: Fusion mit BA und Millionenverlust

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Iberia: Fusion mit BA und Millionenverlust

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British Airways und Iberia schließen sich zu einer der größten Airlines der Welt zusammen. Beide schreiben tiefrote Zahlen. Iberia teilte heute mit, in den ersten neun Monaten einen Verlust von über 180 Millionen Euro eingeflogen zu haben, weit mehr als befürchtet.

Mit einem gemeinsamen Umsatz von 15 Milliarden Euro werden sie aber allemal noch zehn Milliarden Euro hinter dem europäischen Branchenführer, der Deutschen Lufthansa, liegen. An der durch die Fusion entstehenden Gesellschaft TopCo wird British Airways 55 Prozent, Iberia 45 Prozent halten. Im vergangenen Geschäftsjahr beförderten die beiden 61 Millionen Fluggäste. Insgesamt arbeiten 60.300 Menschen für die beiden Fluglinien. British Airways kündigte jedenfalls schon einmal an, fast 4900 Jobs zu streichen und auf Kurzstrecken das Gratis-Sandwich abzuschaffen. BA-Chef Willie Walsh sagte, es sei klar, dass Stellen wegfallen müssten. Wenn zwei Unternehmen fusionierten, könne in vielen Bereichen viel Geld gespart werden. 400 Millionen Euro will die neue Gesellschaft jährlich einsparen. 16 Monate lang war verhandelt worden. Die Unternehmen unterschrieben eine Absichtserklärung. Nicht alle Hürden sind aus dem Weg geräumt. Analyst Simon Calder erklärte: “Beide schreiben massive Verluste. Bei Iberia hat das Kabinenpersonal diese Woche schon wieder gestreikt, und bei den Pensionsfonds hapert es auch bei beiden. Schlimmer kann es durch eine Fusion auch nicht werden, höchstens besser.” Ein Sprecher des Rivalen Ryanair verglich indes die Fusion mit dem Versuch zweier Betrunkener, sich durch gegenseitiges Aneinanderklammern aufrechtzuhalten.