Eilmeldung

Eilmeldung

Kilometergenaue CO2-Steuer in den Niederlanden

Sie lesen gerade:

Kilometergenaue CO2-Steuer in den Niederlanden

Schriftgrösse Aa Aa

Schiffe, Busse, Bahnen, Räder sollen bald noch mehr Niederländer nutzen. Denn Autofahren belastet die Umwelt. Und den Geldbeutel: Ab 2012 kilometergenau. Nach jahrelangen Verhandlungen einigte sich die Regierungskoaltion auf eine Radikalreform der KFZ-Steuer.

Sie soll im Schnitt drei Cent pro gefahrenen Kilometer betragen und bis 2018 auf 6,7 Cent steigen. Der genaue Betrag ist abhängig von der Fahrzeugklasse. Um 10 Prozent soll die CO2-Belaszung durch Verkersabgase sinken. Verkehrsminister Camiel Eurlings ist zufrieden: Dies sei das erste Steuersystem, das den meisten Bürgern nutze, 59 Prozent würden sogar weniger bezahlen. Auch falle die jetzige 25-Prozent-Steuer auf Neuwagen weg. Um 15 Prozent soll das Verkehrsaufkommen zurückgehen, die Staus sich halbieren. Die Opposition ist skeptisch, für die Grünen ist es nur ein erster Schritt. Das Gesamtsteueraufkommen aber soll nicht steigen, und so begrüßt auch der Automobilverband die Reform: Sie sei umweltfreundlich und die meisten Nutzer würden davon profitieren, so der Vorsitzende Guido van Woerkom. Alle Autos müssen nun mit einem GPS-Sender ausgerüstet werden. Die genauen Routen sollen wegen des Datenschutzes jedoch nicht gespeichert werden. Ausnahmen von der Steuer soll es geben für Taxis, Behindertenfahrzeuge, Oldtimer und Motorräder, nicht aber für Touristen. Die sollen eine Sonderabgabe zahlen.