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Neue Foltervorwürfe gegen britische Soldaten

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Neue Foltervorwürfe gegen britische Soldaten

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Gegen britische Soldaten im Irak sind erneut Foltervorwürfe erhoben worden. Diesmal geht um mehr als 30 Fälle, in denen irakische Zivilisten während des Einsatzes der Briten gedemütigt, sexuell missbraucht und gefoltert worden sein sollen. Die Affäre ans Licht gebracht hat Phil Shiner, der Anwalt mehrerer ehemaliger irakischer Gefangener. Bisher, so Shiner, gebe es noch keine Beweise. Aber den Vorwürfen müsse nachgegangen werden und die Armee müsse Maßnahmen treffen, dass so etwas nicht wieder geschähe.

Die britische Regierung und das Militär stehen bereits wegen anderer Foltervorwürfe unter Druck: In London läuft derzeit eine öffentliche Gerichtsuntersuchung, bei der die Verhörpraktiken der Briten und der Tod des Irakers Baha Mousa untersucht werden. Dieser war 2003 in britischer Gefangenschaft zu Tode geprügelt worden. Die Briten waren im Frühjahr 2003 an der Seite der USA in den Irak einmarschiert, in diesem Sommer hatten sie sich komplett zurückgezogen.