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Asean-Gipfel: Viel guter Wille, keine Zahlen

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Asean-Gipfel: Viel guter Wille, keine Zahlen

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Mit einem Appell zu stärkerer wirtschaftlicher Integration ist der APEC-Gipfel in Singapur zu Ende gegangen. Die 21 Mitgliedsländer des asiatisch-pazifischen Wirtschaftsforums verpflichteten sich zu nachhaltigem Wachstum, das auch den ärmsten Ländern zugutekommen soll. Die Staats- und Regierungschefs aus den USA, China, Japan, Russland und 17 weiteren Ländern sprachen sich strikt gegen protektionistischen Maßnahmen aus.

Die APEC-Staaten einigten sich, dass Wirtschaftswachstum mit Umwelt- und Klimaschutz einhergehen müsse – das Ziel “Halbierung der Treibhausgase bis 2050” war allerdings in der Abschlusserklärung nicht mehr zu finden. Singapurs Ministerpräsident, Lee Hsien Loong: “Wir können nicht zurück zum herkömmlichen Wachstum. Wir brauchen eine neue Wachstumsstrategie – eine, die den Anforderungen der Weltwirtschaft im 21. Jahrhundert gerecht wird. Um nachhaltiges Wachstum erreichen, werden wir auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ein ehrgeiziges Ergebnis anpeilen und sicherstellen, dass der Klimawandel genauso eingedämmt wird, wie wir uns das vorgenommen haben.” US-Präsident Barack Obama besucht als nächstes China, den wichtigsten Financier der US-Defizite. Schon beim Asean-Gipfel hatte ein Dauer-Streitthema für Spannungen zwischen den USA und China gesorgt: Die nach Ansicht vieler Industrieländer unterbewertete Währung Chinas.