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Druck für Frau auf EU-Spitzenposten wächst

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Druck für Frau auf EU-Spitzenposten wächst

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Drei Tage vor dem EU-Sondergipfel zur Besetzung der neuen Topjobs in der Union sucht der schwedische Ratsvorsitz weiter nach Kandidaten, hinter denen die 27 geschlossen stehen. Und der Druck wächst, dass eine Frau einen der wichtigen Posten bekommt. Der ständige Ratspräsident und der “EU-Außenminister” müssen bestimmt werden.

“Der richtige Mann für den richtigen Job ist oft eine Frau” appellierten jetzt zwei EU-Kommissarinnen und die Vizepräsidentin des Europaparlaments in der Financial Times an ihre Kollegen. Doch auch männliche EU-Spitzenpolitiker sprachen sich für eine weibliche Besetzung aus. Die schwedische Europa-Ministerin Cecilia Malmström wollte zu Wochenbeginn nicht mit Namen herausrücken – bis Donnerstag könne sich noch alles ändern, hieß es von schwedischer Seite. Es gebe immer noch mehr Kandidaten als Posten. “Der Ministerpräsident betreit derzeit Telefon-Diplomatie, und sein Ziel ist eindeutig, einen Vorschlag bis zum Donnerstag zu haben”, erklärte Malmström. Sie erwarte eine Übereinkunft am Donnerstagabend oder in der Nacht. Und: “Es wäre schon eine gute Sache, wenn wir einen der Posten mit einer Frau besetzen könnten. Aber bislang sind immer noch zu wenige Frauen nominiert worden.” Eine der wenigen weiblichen Bewerberinnen ist die frühere lettische Präsidentin Vaira Vike-Freiberga. Doch beim Postenpoker wird es nicht nur um das Geschlecht gehen, sondern auch um die Herkunft aus dem Norden, Süden, Osten oder Westen der Union, und um das politische Lager. Es könnte ein langes EU-Arbeitsdiner werden am Donnerstag…