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Ernährungsgipfel sucht nach Auswegen

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Ernährungsgipfel sucht nach Auswegen

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Ein Gipfeltreffen der Vereinten Nationen sucht nach Wegen, damit weniger Menschen hungern müssen. Drei Tage lang treffen sich Vertreter der Mitgliedsländer in Rom: Die italienische Hauptstadt ist der Sitz der Welternährungsorganisation FAO, einer Unterorganisation der UNO. Unter den Teilnehmern sind rund sechzig Staats- und Regierungschefs – allerdings kaum einer aus den reichen Industrieländern.

Der UNO-Generalsekretär fordert in seiner Rede Sicherheitsnetze – für diejenigen, die sich kein Essen leisten können. Die Landwirtschaft müsse ebenso reformiert werden wie die Märkte und die Verteilung der Lebensmittel. Nur so, sagt Ban Ki-Mun, könne man bis zum Jahr 2015 die so genannten Millenniums-Ziele der UNO erreichen. Auf eine Milliarde schätzt die FAO die Zahl der Menschen, die weltweit Hunger leiden. Da aber die Weltbevölkerung immer noch zunimmt, muss auch die landwirtschaftliche Produktion in den kommenden Jahrzehnten beträchtlich steigen. Rund dreißig Milliarden Euro werden dafür jährlich gebraucht, sagt die FAO. Das ursprüngliche Ziel der Organisation war es, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren. Schon mit den so genannten Millenniumszielen aus dem Jahr 2000 ist die FAO – oder vielmehr: sind die damaligen Gipfelteilnehmer – davon aber abgerückt: Was jetzt halbiert werden soll, ist der Anteil der Hungernden an der Gesamtbevölkerung – nicht mehr die Zahl der Hungernden an sich.