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Immer mehr Menschen hungern

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Immer mehr Menschen hungern

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In Rom beginnt heute der dreitägige Welternährungsgipfel. Am Sitz der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO werden die Staats- und Regierungschefs beraten, wie der weltweite Hunger bekämpft werden kann.

Durch neue Strategien soll einer Million Kleinbauern in Entwicklungsländern wieder eine Überlebensperspektive gegeben werden. Auch wie der künftige Finanzierung gegen den Hunger aussehen kann, darüber wird beraten. Denn durch die weltweite Finanzkrise sind immer weniger Länder in der Lage, Geld in die Entwicklungsländer zu pumpen. Angaben der FAO zufolge ist die Zahl der Hungernden auf mehr als eine Milliarde gestiegen. Statistisch gesehen ist das jeder siebte Mensch. Weltweit müßte laut FAO die landwirtschaftliche Produktion bis 2050 um 70 Prozent steigen, um 9 Milliarden Menschen auf dem Globus zu ernähren. Dafür müßten jährlich 29,6 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Davon ist die Welt noch weit entfernt. Der Präsident des Internationalen Landwirtschafts- und Entwicklungsfonds Kanayo Nwanze meint: “Finanzielle Hilfen allein reichen nicht für die Entwicklungsländer. Wir müssen Infrastrukturen aufbauen damit unsere Landwirtschaftsproduktion steigt und wir uns selbst ernähren können.” Am Tag vor dem UN-Ernährungsgipfel wurde das Kolloseum für 24 Stunden erleutet. Die Demonstranten hoffen darauf, dass dies Licht auch die Gipfelteilnehmer in ihrem Kampf gegen den Hunger erleuchten werde.