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Israel warnt Palästinenser vor einseitigen Schritten

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Israel warnt Palästinenser vor einseitigen Schritten

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Im festgefahrenen Nahost-Konflikt haben die Palästinenser damit gedroht, einseitig einen eigenen Staat auszurufen. Daraufhin drohte Israel seinerseits einseitige Schritte an. Zum Jubiläum des Falls der Berliner Mauer hatten Palästinenser kürzlich ein Segment der Sperranlage um das Westjordanland zu Fall gebracht.

“Palästinenser und arabische Staaten versuchen zu verhandeln”, erklärte der palästinensische Chef-Unterhändler Saeb Erekat, “mit Europäern, den Russen, der UNO, den Gruppen der afrikanischen, lateinamerikanischen oder asiatischen Staaten und den USA, um die Chancen dafür auszuloten, dass der UN-Sicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, für eine Zwei-Staaten-Lösung in den Grenzen von 1967.” Die Palästinenser wollen ihren Staat im Westjordanland und dem Gazastreifen gründen, mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Israel beansprucht jedoch Jerusalem als seine ungeteilte Hauptstadt. “Es gibt keine Alternative zu den Verhandlungen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde”, warnte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Jeder einseitige Schritt löse nur die bisherigen Abkommen auf ziehe einseitige Schritte Israels nach sich. Die Friedensverhandlungen stocken wegen des Ausbaus israelischer Siedlungen in den Palästinensergebieten. Die Palästinenser fordern einen Baustopp als Vorbedingung – und zeigten sich enttäuscht, als die USA zuletzt von dieser Forderungen abrückten.