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Immer mehr Afrikaner flüchten nach Südamerika

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Immer mehr Afrikaner flüchten nach Südamerika

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Vor einigen Jahren noch lebten nur wenige Dutzend Afrikaner in Argentinien, inzwischen sind es mehr als 3.000. Seit Europa die Grenzkontrollen verschärft hat, nimmt die Zahl der illegalen Einwanderer zu. Viele kommen von der afrikanischen Westküste, darunter aus Gabun, Sierra Leone, Senegal und der Elfenbeinküste. “Eines Nachts ging ich in den Hafen und nahm ein Schiff”, erzählt ein Einwanderer aus Sierra Leone. “Ich dachte, die Fahrt ginge nach Europa, doch ich fand heraus, dass es Argentinien war. Die Überfahrt war entsetzlich, denn es mangelte an Treibstoff und Lebensmitteln.” Verglichen mit der Zahl der Flüchtlinge, die in Richtung Europa aufbrichen, sind es verhältnismäßig wenige, die den Weg nach Südamerika suchen. Doch es werden mehr. “Ihre Anzahl hat sich in den letzten eineinhalb Jahren verdoppelt”, berichtet eine Vertreterin des Flüchtlingskomitees der Vereinten Nationen. “Jedes Jahr beantragen etwa 1.000 den Flüchtlings-Status.” Auch nimmt die Zahl der Flüchtlinge zu, die aus Süd- nach Mittelamerika und über Mexiko bis in die USA zu gelangen versuchen.