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Von Kyoto nach Kopenhagen - oder doch nicht?

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Von Kyoto nach Kopenhagen - oder doch nicht?

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Hier wird an Plan B gearbeitet. Der dänische Ministerpräsident ist extra zum Gipfel der Staaten des asiatisch-pazifischen Raumes gefahren, um doch noch irgendwie den Klima-Gipfel von Kopenhagen zu retten. Schließlich sind unter den 21 APEC-Staaten die weltweit beiden größten Erzeuger des Umweltschädigers Kohlendioxid. Nämlich China und die USA.

Zusammen verursachen diese beiden Staaten 40 Prozent der weltweiten Emissionen.

In Washington liegt den Parlamentariern zwar ein Gesetzentwurf vor, wonach der CO-2-Ausstoß bis 2020 auf 17 Prozent des Wertes von 2005 gesenkt werden solle. Passiert hat er allerdings erst das Repräsentantenhaus. Die Abstimmung im Senat kann noch alles wieder kippen. Bisher haben sich nur die EU und Japan auf neue Ziele festgelegt: Die Europäer wollen den CO-2-Ausstoss bezogen auf 1990 bis 2020 um 20 Prozent senken, die Japaner sogar um 25 Prozent. Aus den USA kommen keine konkreten Vorgaben, der Senat diskutiert noch, auch China und Indien wollen sich nicht festlegt. Dafür verlangen die Staaten der Afrikanischen Union von den Reichen dieser Welt, bis 2020 gleich 40 Prozent weniger Dreck in die Luft zu schleudern. Die rauchenden Schlote auf unserem Planeten erzeugen pro Jahr insgesamt 8,7 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. Der Ausstoss liegt damit heute um 41 Prozent höher als 1990, dem Bezugsjahr des Kyoto-Klimaschutzprotokolls, allein seit 2000 war ein Anstieg von 29 Prozent zu verzeichnen. Und das hält der stärkste Wald nicht aus. Neue Untersuchungen zufolge hat die Aufnahmefähigkeit der Natur für von Menschen erzeugtes CO-2 abgenommen.