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Geiseldrama auf Schiff "Alakrana" beendet

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Geiseldrama auf Schiff "Alakrana" beendet

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47 Tage – so lange dauerte das Geiseldrama auf dem spanischen Schiff “Alakrana”. Nach dem Erhalt eines Lösegeldes gingen die somalischen Piraten von Bord. Der Thunfisch-Trawler lief anschließend die Seychellen an. Nach Angaben des Kapitäns geht es allen 36 Besatzungsmitgliedern, darunter 16 Spaniern, gut.

Die Angehörigen sind erleichtert: “Wir wussten nicht, dass es diese Woche passiert. Wir haben uns ruhig verhalten, damit die Bemühungen nicht gestört werden.” Eine andere Betroffene sagte: “Es ist ein glücklicher Tag für jeden, nicht nur für die Familien der Crewmitglieder, sondern auch für die Tausenden, die hinter uns standen.” Laut EU-Flotte hat der Trawler bereits mit zwei spanischen Kriegsschiffen Kontakt aufgenommen. Ein Sprecher der Piraten bezifferte die Höhe des Lösegelds auf 2,7 Millionen Euro. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero wollte die Zahlung nicht bestätigen. Das Schiff sei auf dem Weg in sichere Gewässer, erklärte er stattdessen. Alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf. Die Piraten hatten neben Lösegeld auch die Freilassung von zwei Komplizen verlangt, die in Spanien in Haft sitzen. Dazu kommt es aber nicht: Die beiden sind angeklagt worden und müssen sich bald vor Gericht verantworten.