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Die Mittelmeerunion auf Sinnsuche

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Die Mittelmeerunion auf Sinnsuche

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Vor rund einem Jahr wurde die Mittelmeerunion ins Leben gerufen, doch die Ergebnisse lassen auf sich warten.

In Sevilla, in Spanien, kamen die Mitglieder des Forums der jungen Entscheidungsträger aus den Mittelmeerstaaten, zusammen, um dem Projekt neues Leben einzuhauchen. Der Präsident des Forums, Hakim El Karoui erklärt die Ziele des Treffens. “Wir haben das Mittelmeer Forum der jungen Entscheidungsträger vor einem Jahr gegründet. Es ist unser zweites Treffen. Die Idee ist einfach. Die Führungskräfte im Norden und im Süden des Mittelmeers haben die Schwierigkeiten der Vergangenheit überwunden. Wir sind jung, wir sind alle zwischen 35 und 40 Jahre alt und wollen die Dinge wirklich verändern.”

Andere, wie der Schriftsteller und Politologe Giles Kepel, sind für den Beitritt der arabischen Golfstaaten zur Mittelmeerunion. “In der heutigen globalen Welt befindet sich das Mittelmmeer zwischen drei Polen: die europäische Union, die Länder im Süden und im Osten und die Golfstaaten. Sie ergänzen einander und könnten ein wirksames Dreieck bilden.” Die Vereinten Nationen bringen sich in das Projekt ein, doch was für eine Rolle spielen sie wirklich?

Jean Christophe Bas, der Verantwortliche für strategische Partnerschaften erläutert: “Die Vereinten Nationen haben für junge amerikanische und europäische Führungskrafte ein Programm geschaffen. Es soll sie dazu anregen regelmäßig in die arabische Welt zu reisen. Es mangelt an Verständigung zwischen den Kulturen, weil sie sich nicht kennen.”

Muasses Riad, Journalist des arabischen Teams: “Die Organisatoren des Forums wollen, dass die Mittelmeerunion mehr ist als ein politisches Bündnis. Sie soll auch auf der wirtschaflichen und der sozialen Ebene tätig werden. Bisher gehen all diese Ideen nicht über das Stadium des Wunschdenkens hinaus.”