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Neue Spur im Fall Orlandi

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Neue Spur im Fall Orlandi

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26 Jahre nach der mysteriösen Entführung von Emanuela Orlandi ist ein mutmaßlich in das Verbrechen verwickelter Mafioso identifiziert worden. Anhand der Aufzeichnung eines Telefongesprächs, die erst jetzt zugänglich gemacht wurde, erkannte eine Zeugin die Stimme des Mannes. Die seinerzeit 15-jährige Emanuela, die Tocheter eines Angestellten des Vatikans, war am 22. Juni 1983 verschwunden. Wenige Tage später forderten die rechtsextremen, türkischen “Grauen Wölfe” die Freilassung des Papst-Attentäters Ali Agca, der seinen Austausch jedoch ablehnte. Wie italienische Zeitungen berichten, steckt jedoch die römische Mafia hinter der Entführung: Die Zeugin Sabrina Minardi war seinerzeit die Geliebte des Bandenchefs Enrico “Renatino” de Pedis, der 1990 erschossen wurde. Die Leiche des Mädchens liege in einem Betongrab in der Nähe von Rom, gab Minardi zu Protokoll. Weitere mutmaßlich Verwickelte: der italienische Geheimdienst, eine Mailänder Bank und der Opus Dei. Klar ist in dem Fall bislang eines: Emanuela ist bis heute verschwunden.