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Van Rompuy: Still, aber eisern?

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Van Rompuy: Still, aber eisern?

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Bis vor wenigen Wochen kannte ihn kaum einer in Europa. Doch als Favorit für das neue Amt des EU-Präsidenten geriet der diskrete belgische Regierungschef Herman Van Rompuy europaweit in die Schlagzeilen.

Vor kaum einem Jahr trat der heute 62-Jährige sein Amt in Belgien an – und beendete damit eine lange, lange Regierungskrise. Einen langen Streit zwischen Flamen und Wallonen in seinem Land. Er hat sich als Mann des Kompromisses einen Namen gemacht, als geschickter Verhandlungsführer im Hintergrund. Manchen gilt er als farblos, in Belgien heißt es aber auch, dass sich hinter der Zurückhaltung ein eiserner Unterhändler verberge. Van Rompuy hat Betriebswirtschaft und Philosophie studiert, schon mit 16 trat er in die Christliche Volkspartei ein, deren Vorsitz er Jahre später übernahm. Nach einem Posten in der Nationalbank machte er politisch Karriere als Berater des Ministerpräsidenten, Finanzstaatssekretär, Vizepremier und Budgetminister. Sein Credo: Wir sind nicht unersetzlich.