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Van Rompuy und Ashton für EU-Tobjobs gekürt

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Van Rompuy und Ashton für EU-Tobjobs gekürt

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Sie sind die glücklichen Sieger der Kandidatenkür beim EU-Sondergipfel in Brüssel: Belgiens Ministerpräsident Herman Van Rompuy wird künftig ständiger Präsident der Europäischen Union, die britische EU-Handelskommissarin Catherine Ashton wird Europas neue Außenministerin. Entgegen den Befürchtungen, dass in Brüssel bis tief in die Nacht gefeilscht wird, blieb den Gipfelteilnehmern kaum Zeit für den Kaffee nach dem abendlichen Arbeitsessen.

Van Rompuys Kommentar zu seinem neuen Amt: “Es wurde viel über das Profil des künftigen Präsidenten des Europäischen Rates diskutiert. Aber nur ein Profil ist möglich, und das ist das Profil des Dialogs, der Einheit und der Handlung.” Und die neue Hohe Vertreterin für die Außen- und Sicherheitspolitik erklärte: “Es ist vielleicht ein Maß für meine schlichte Überraschung, dass ich keine Rede für Sie vorbereitet habe. Aber um Worte war ich noch nie verlegen, und da ist auch dieser Abend keine Ausnahme. Für mich wird die Arbeit mit dem Rat und der Kommission eine Herausforderung. Die erste zu sein, wird eine Herausforderung sein. Ich war die erste weibliche britische EU-Kommissarin, die erste weibliche Handelskommissarin, und so bin ich auch stolz, die erste weibliche Hohe Vertreterin für Europa zu sein.” Mit ihrer Auswahl wurden die Gipfelteilnehmer auch der Forderung gerecht, dass eine Frau einen der Spitzenposten besetzt. Ashton muss allerdings noch vom Europaparlament bestätigt werden. Zudem ist mit Van Rompuy ein Politiker einer Gründungsnation der Gemeinschaft vertreten. Und mit Ashton soll Großbritannien enger eingebunden werden, das gelegentlich einen Sonderweg in der EU geht.