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Weniger ist mehr bei Antibiotika

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Weniger ist mehr bei Antibiotika

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Antibiotika haben die medizinische Versorgung im 20. Jahrhundert revolutioniert. Doch inzwischen verlieren sie mit alarmierender Geschwindigkeit ihre bakterientötende Wirkung. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), eine Agentur der Europäischen Union, hat in ganz Europa am 18. November einen Antibiotika-Tag organisiert.

Motto ist dieses Jahr: Wie ist der unnötige Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe zu verhindern? Denn in der gesamten EU steigt die Zahl der Patienten, die sich mit resistenten Bakterien infiziert haben, das bestätigen neuste Erhebungen. Und die Resistenz gegen Antibiotika gefährdet die öffentliche Gesundheit. Darüber hinaus stellten Experten fest: In der Verschreibungspraxis gibt es große Unterschiede zwischen den Ländern, nicht erklärbar durch Unterschiede im Krankheitsbild der Patienten. HERMAN GOOSSENS, Professor für Mikrobiologie, Universität Antwerpen, koordiniert das Programm: “Restistenzen finden wir vor allem in Süd- und Osteuropa. Genau da, wo vermehrt Antibiotika verschrieben werden – in Praxen, wie auch in Krankenhäusern. Als Folge sind viele Krankheiten schwerer zu heilen – einfache Sachen wie Infektionen der Atemwege. Dazu kommen in einigen Ländern noch gehäuft Krankenhaus-Infektionen, verursacht von multi-multi-resistenten Bakterien, wie wir sie nennen. “