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Wird Van Rompuy erster EU-Präsident?

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Wird Van Rompuy erster EU-Präsident?

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Auf den ersten Blick sieht er nicht unbedingt wie der erste Präsident der Europäischen Union aus.

Doch Belgiens Ministerpräsident Herman van Rompuy scheint mittlerweile auf einem guten Weg, das höchste Amt in Brüssel, das der Vertrag von Lissabon schafft, anzutreten. Bei Buchmachern liegt der konservative 62-jährige zumindest in Front. Tony Blair, der Monate lang als Favorit gegolten hatte, liegt hinter Van Rompuy. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sollen sich angeblich schon auf ihren Kandidaten geeinigt haben – wer das ist, ist aber noch nicht bekannt. Noch beschränkt sich Herman von Rompuy auf die Vorbereitung der belgischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2010. “Wir wollen kein Stargetue während unserer Ratspräsidentschaft”, sagt er bescheiden, “wir wollen an deren Ende ein stärkeres Europa.” Großbritanniens Premierminister Gordon Brown gilt als erklärter Gegner von van Rompuy, der die Einführung von EU-Steuern fordert. Sie ist ebenfalls im Rennen um das Amt des Präsidenten des Europäischen Rates: die ehemlige lettische Präsidenten Vaira Vike-Freiberga. Bei dem heute beginnenden Sondergipfel wollen die die Staats- und Regierungschef den Posten des Präsidenten des Europa-Rates vergeben – eine Gruppe von weiblichen Europa-Abgeordneten fürchtet jedoch, daß zu viele EU-Spitzenposition nachwievor von Männern bekleidet werden. Ein rein statischer Vergleich ergebe, daß an der EU-Spitze Verhältnisse wie in Saudi-Arabien herrschten, so die Fraktionschefin der Grünen im EU-Parlament Rebecca Harms.