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Afghanistan. Todesfalle für Kinder

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Afghanistan. Todesfalle für Kinder

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Afghanistan ist laut UN-Kinderhilfswerk das gefährlicheste Land der Welt in dem ein Kind zur Welt kommen kann. Ganz besonders Mädchen seien gefährdet, stellte die UN-Kinderhilfsorganisation in ihrem Jahresbericht fest. Zum 20. Jahrestag der UNO-Konvention über die Rechte der Kinder, weist die Organisation auch darauf hin, das jedem zweiten Kind auf der Welt grundlegende Dinge wie sauberes Wasser, ein Dach über den Kopf, ausreichend Nahrung, medizinische Versorgung und Schulbildung fehlen. Dr. Alan Kariebean im Krankenhaus von Kandahar meint: “Wir sehen die typischen Krankheiten, die mit der Armut in den Ländern einhergeht. Wegen des Krieges kann die Wirtschaft nicht gedeihen und Mangelernährung ist die Folge. Sie ist der wichtigste Faktor, das Krankheiten so schwerwiegend verlaufen.”

Acht Jahre nach dem Sturz der Taliban hat Afghanistan die höchste Kindersterblichkeitsrate der Welt. Mehr als 25 Prozent der neugeborenen Kinder sterben. Fast die Hälfte des Landes kann von Hilfsorganisationen wegen der Gewalt nicht erreicht werden. 317 Schulen wurden im vergangenen Jahr angegriffen, dabei wurden 124 Menschen getötet, 290 wurden verletzt. Immer weniger Mädchen besuchen eine Schule. Die Vereinigten Staaten und Somalia sind die einzigen Länder der Welt, die die UN-Kinderschutzkonvention nicht ratifiziert haben.