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Streit in Spanien um Lösegeldzahlung an Piraten

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Streit in Spanien um Lösegeldzahlung an Piraten

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Nach fast sieben Wochen in der Gewalt somalischer Piraten sind die Besatzungsmitglieder des spanischen Trawlers “Alakrana” auf dem Heimweg – mit Zwischenstop auf den Seychellen.

Unterdessen ist in Spanien ein Streit über eine mögliche Lösegeldzahlung durch den Staat im Gange. Die Piraten hatten das Schiff am Dienstag freigegeben. Die Zeit der Geiselhaft sei hart gewesen, sagte der Kapitän. Dank der Regierung und anderer Helfer seien er und seine Leute dieser Hölle nun entkommen. Während sich die Familien über das Wiedersehen freuen, verlangt die Opposition Aufklärung über das Lösegeld und eine Aussage des Geheimdienstchefs vor dem Parlament. Wie hoch das Lösegeld gewesen sei, wisse er nicht, sagte der zuständige Staatssekretär im Agrarministerium, die Regierung habe lediglich die Reederei bei den Verhandlungen unterstützt. Medienberichten zufolge wurden rund drei Millionen Euro gezahlt. Der russische Präsident Dmitry Medwedew forderte unterdessen die Einrichtung eines internationalen Gerichtshofs, um Piraten den Prozess zu machen.