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Werner Herzog zeigt: "Bad Lieutenant"

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Werner Herzog zeigt: "Bad Lieutenant"

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Terence McDonagh ist Kripo-Inspektor in New Orleans. Während des Hurrikans Katrina hat er einen Gefangenen vor dem Ertrinken gerettet, und dabei seinen Rücken kaputt gemacht. Also nimmt er starke Schmerzmittel und zwar oft, allzu oft …

Bei all dem bleibt er ein leidenschaftlicher Kämpfer gegen das Verbrechen – das trotzdem alles durchdringt, auch sein Leben. “Bad Lieutenant”, vorgestellt auf dem Filmfestival in Venedig, kommt in die Kinos. Ein Drogen-Drama ? Regisseur Werner Herzog, frischgebackener Jury-Präsident der 60. Berlinale: “Welche Erfahrungen ich mit Drogen habe ? Persönlich gar keine, ich lehne die Drogen-Kultur ab. Das geht so weit, dass ich dachte – Nicholas Cage nimmt im Film tatsächlich von dem Zeug. Das sah so überzeugend aus, so real. Ich habe sogar zu unserem Mann für Spezialeffekte gesagt: `Stoppt sofort das Kokain.` Und dann sagte man mir, es war nur Zucker oder sowas.” Die Freundin des “Üblen Kommissars” ist eine Prostituierte, gespielt von Eva Mendes. Er ist unsterblich in sie verliebt. EVA MENDES: “Hinter all der Dunkelheit und Hässlichkeit steckt eigentlich eine wirklich unschuldige Liebesgeschichte. Etwas merkwürdig. Aber das ist für mich das Schöne an ihr und an der Beziehung der beiden.” Außer im Titel hat der Film nicht viel zu tun mit einer ersten Verfilmung von Abel Ferrara aus dem Jahr 1992 – mit einem übereifrigen und zweifelhaften Polizisten in Gestalt von Harvey Keitel. Dieses Mal ist Nicolas Cage der böse Polizist. NICHOLAS CAGE: “Abel Ferrara ist einer meiner Lieblings-Regisseure. Ich liebe seine Filme. Ich mag den Film `Bad Lieutenant` mit Harvey Keitel und ich liebe Harvey’s Filmarbeit. Auch `King of New York` zählt zu meinen Lieblings-Filmen. Aber mit Werner Herzog wird da etwas ganz anderes draus – soviel war mir gleich klar. Werner kommt mir immer vor wie eine Art existenzieller Filmemacher. Mit den geläufigen Mustern von Gut und Böse hat er es nicht so.” “Bad Lieutenant: Port of call New Orleans” – ab Januar im deutschen Sprachraum in den Kinos